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 Betreff des Beitrags: Kampagnen-Hintergrund
BeitragVerfasst: 15. Dez 2011, 11:05 
Vorstand
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Vorab: Wer irgendwelche Fehler findet, darf sie behalten ;) Es handelt sich dabei um einen mehr oder minder gelungenen Prolog und eine kleine Einstimmung in der Gemetzel, dass uns hoffentlich in den nächsten Monaten erwartet. Versteht es als ein kleines Vor-Weihnachts-Bonbon.

Viel Spaß!



„Was ist das Sarge?“, stammelte ein untersetzter, frierender Rekrut. Die Nacht auf Altiim war stets sehr kurz, aber dafür umso kälter und unfreundlicher. Selbst den zähen, Kampfgestählten Veteranen seines Zuges konnte man das Elend der letzten Wochen ansehen. Nachdem Calderis gefallen war und die letzen Überreste, die es Wert waren, geschützt zu werden, abtransportiert wurden, hatten er und der Rest seines dezimierten Zuges auf eine Kampfpause oder wenigstens Verstärkung gehofft. Doch wie immer kam es anders.
„Das ist es, was geschieht, wenn ein Sektor nach dem anderen fällt. Das ist es was geschieht, wenn die Diener des Imperators versagen, Junge.“
Am Horizont erkannte man außer dem ständigen Flimmern, an dass sich seine Augen einfach nicht gewöhnen wollten, eigentlich nicht viel. Eine weite, Sandbedeckte Ebene, so weit das Auge reichte. Dennoch war er sich ziemlich sicher, diesmal wirklich etwas gesehen zu haben und das behagte ihm ganz und gar nicht. Es ist leichter sich an nichts, nichts und wieder nichts zu gewöhnen als an Überraschungen. Seine zugegeben noch mageren Erfahrungen und seine Grundausbildung sagten ihm, dass Überraschungen meistens tödlich waren.
Jetzt schien auch der Sergeant etwas erblickt zu haben und kroch vorsichtig aus dem kleinen Behelfsbunker, den sie vor einigen Tagen ausgehoben hatten.
Die wärmer werdende Luft kündigte den kommenden Tag an und blies ihm den noch kühlen Wüstensand in das ungeschützte Gesicht. „Verdammt, ich sehe nichts…“, murmelte er in sich hinein und tastete vergebend nach seiner Schutzbrille, die er offensichtlich zurückgelassen hatte. Mit einem unseligen Fluch auf den Lippen wandte er sich, so gut es eben ging um und verlangte nach Roberts. Dieser Teufelskerl war ihm schon durch die gesamte Hölle von Calderis gefolgt und einer der wenigen, auf die er sich recht verlassen konnte und wollte. „Sarge?“ hallte es leise aus der Dunkelheit. „Gut dich zu sehen Roberts. Ich werd’ deine Brille brauchen. Bei dem verdammten Sturm da draußen erkenne ich nichtmal meinen eigenen Arsch.“ Mit einem angedeuteten Lächeln reichte ihm Roberts seine Schutzbrille. „Sonst noch was, Sergeant Brown?“ „Ich werde mich draußen ein wenig umsehen. Halten Sie solange die Funkverbindung aufrecht und inspizieren Sie unsere Bolterstellungen. Keine Lust auf Überraschungen.“
Mit einem Nicken machte Roberts klar, dass er sich sehr wohl um seine Pflichten bewusst war und scheuchte einige versprengte Rekruten, während Brown erneut aus der improvisierten Stellung kroch.
Langsam und in geduckter Haltung näherte er sich der Stelle, von der aus er die Bewegung wahrgenommen zu haben glaubte. Doch mit jedem Schritt verstärkte sich das wüten des Sturms, bis es letztlich vollkommen erlosch. Mit der plötzlich freien Sicht kam auch eine beinahe bedrückende Stille einher. Kein Pfeifen des Windes. Kein rauschender Sand. Nichts. Unruhig nahm er seine Laserpistole aus dem Halfter und legte die linke Hand auf den Griff seines Kettenschwertes, wie er es bereits unzählige Male gemacht hatte. „Roberts? Brown hier, bitte kommen.“, flüsterte er beinahe. In der ungewohnten Stille jedoch meinte er sich fast schreien zu hören. Er wiederholte seinen Funkspruch wieder und wieder. Erfolglos. „Shit.“ Gerade als er umkehren wollte um zu sehen, warum seine Comware durch dieses bessere ‚Lüftchen’ wirklich so folgenschwer behindert worden war, nahm er wieder eine Bewegung kaum zwei Meter vor ihm war. Mit dem erbärmlichen Versuch sich selbst in alle Richtungen zu sichern rückte er so schnell es ging vor um diesem Ding, was auch immer es sein mochte auf den Grund zu gehen.
Was er sehen sollte, war kaum größer als ein Menschlicher Kopf. Nur dass dieses ‚was auch immer’ angestrengt mit seinen Gliedmaßen zu strampeln schien. „Mmh…mechanischer Natur wie es scheint…“ murmelte er in sich hinein. Mit der Mündung seiner Pistole tastete er dieses seltsame Ding ab, hob es mal an und wollte es gerade mit seinen bloßen Fingern berühren, als bläuliche Funken von ihm ausgingen, gefolgt von einem schrillen Ton. Noch zweimal hörte er diesen schrillen Ton, dann wurde es wieder sehr still und alles Leben, wenn man es denn so nennen konnte, schien aus dem kleinen Gerät gefahren zu sein. Nun nahm er es doch in die Hände und erkannte mehrere, kleine Zeichen, wohlmöglich Runen auf dessen Rücken. Fasziniert und zugleich Gedankenverloren, machte er sich auf den Rückweg um es genauer untersuchen lassen zu können.
Er war schon beinahe wieder zurückgekehrt, als ihn auffiel, dass der Sturm wohl vollends nachgelassen hatte. Dafür war ihm aber ein anderes Geräusch gefolgt, dass er nicht so recht zuordnen konnte, dass aber auch nicht nachzulassen schien. Im Gegenteil. Mit jedem weiteren Schritt wurde es ein klein wenig lauter. Und lauter. Und lauter. Mit einem Mal war dieses Klackern und Rasseln, er fand keine besseren Worte, so ohrenbetäubend, dass er sich die Ohren zuhielt und panisch den Horizont nach der Quelle dieses Lärms abtastete. Und noch während er das tat, wurde ihm eine metallisch schimmernde Wand gewahr, die sich in einem halsbrecherischen Tempo bewegte. Auf ihn zu bewegte.
Seine Neugier über Bord werfend, tat er das einzige Mögliche. Er lief so schnell ihn seine Beine tragen konnten zur vermeidlich sicheren Stellung. „Roberts! Alles auf Gefechtsstation, wir werden angegriffen. Die Rekruten raus, die Veteranen an die Geschütze!“
„Verstanden, Sir.“, krächzte eine Stimme undeutlich in sein Ohr. Scheinbar war durch den vielen Sand die Hardware beschädigt worden.
Die Stellung in Sicht und die metallischen Monster im Nacken setzte er zu einem gewagten Sprung ins Innere der Stellung an und tat das einzige, das ihm in diesem Moment in den Sinn kam. Der routinierte Griff zur eigens ihm ausgehändigten Bolt-Pistole jedoch ging ins Leere. „Roberts! Wo ist meine Scheiß Pistole?!“ Roberts! Wo…“ In diesem Moment ging ihm auf, dass weder Roberts, noch irgendwer sonst überhaupt da waren. Das heißt, sie waren ‚da’, aber leider auch dort und überall…Erst jetzt fiel ihm der üble Geruch auf, der das Innere der Stellung verpestete und der so allgegenwärtig war, wie der verfluchte Sand und das metallische klackern in der Luft, der … plötzlich nicht mehr zu hören war.
Auch von Roberts fehlte jede Spur. „Roberts? Kannst du mich hören?“ Was ist hier geschehen? Alpha Team? Wo steckt ihr? Wer hat dieses scheiß Blutbad angerichtet?“ Stille. Doch eine Sekunden des Schweigens und der Vergessenheit später durchbrach eine eisige, nüchterne Stimme die ohrenbetäubende Stille. „War das sein Name, ja?“ Er konnte die Stimme des Mannes – war es eigentlich ein Mann? – auch ohne den Kommunikationskanal recht gut hören und tat, was man ihm aufgetragen hatte. Er nahm eines der vielen, über den Boden verstreuten Lasergewehre vom Boden und lud es durch. Langsam setzte er seinen Weg ins Innere der Befestigung fort. „Wo steckst du scheisskerl?“ rief er in die endlose Dunkelheit der Stollen. „Komm raus, damit ich dich töten kann!“.
„Natürlich, meine Manieren…“ lachte eine nun noch viel entsetzlichere Stimme aus der tristen Dunkelheit. „Ich bin gleich bei dir.“
Das aufblitzen von kaltem Stahl zeigte ihm, dass es der Unbekannte Angreifer durchaus ernst meinte, denn bevor er es auch nur richtig wahrnehmen konnte, hatte ihm der Unbekannte von der Bürde seiner rechten Hand befreit. Schreiend ließ er das geladene Gewehr los, das hallend auf den Boden krachte und ziellos einige Schüsse entlud. Irgendetwas packte ihm in den Nacken und zog ihn scheinbar mühelos zurück ins Tageslicht. Was sich vor seinen Augen abspielte, verschlug ihm schier die Sprache.
Die metallenen Monster oder dass, was davon übrig war, lagen weit verstreut auf dem nun wieder heißen Wüstensand von Altiim. Die unbarmherzige Sonne zog erneut ihre Bahnen und ließen ihm den Schweiß aus sämtlichen Poren schießen, während der feste Griff seines Angreifers ihn zurück auf seine zitternden Beine brachte.
„Primitiv. Sie mögen zwar alt sein, aber ihre Technologie ist lächerlich einfach, wenn man einmal verstanden hat, dass diese Barbaren keinerlei Kunstfertigkeit zu produzieren versuchen. Kalter Stahl und kühle ‚Effizienz’.“ Scheinbar war sein Hochgewachsenes Gegenüber höchst gesprächig, auch wenn sein Akzent zu wünschen übrig ließ und er reichlich unbeeindruckt von seinem blutenden Armstumpf zu sein schien.
„Wer…bist du?“, stammelte Brown, während er versuchte, die klaffende Wunde an seinem Arm mit der verbliebenen Hand notdürftig zu schließen.
„Wie unhöflich… mein Name ist Hez’ron, doch das ist nicht weiter von Bedeutung für dich.“, antwortete er gelassen. Mit einer beiläufigen Geste rief er einen seiner Untergebenen zu sich um sich irgendeine fremdartige Apparatur reichen zu lassen, dessen Schläuche und Vorrichtungen mit einer purpurnen Flüssigkeit gefüllt waren und an dessen unteren Ende ein Dornenbesetzter Griff montiert war. Er konnte sich nicht vorstellen, dass es möglich sein sollte, dieses Gerät zu berühren ohne unter Schmerzen zu vergehen. Irgendwie schien Hez’ron seine Gedanken erahnt zu haben, denn er maß ihn mit einem abschätzigen Blick und schließlich mit einen lächeln, dass so kalt war, wie der Atem eines Frostwyrms.
„Sag mir…General?“, fragte er Brown amüsiert, welcher wiederum verächtlich ausstieß: „Ich bin Sergeant der Imperialen Armee, Blutsauger! Abschaum wie dich haben wir bereits zu Tausenden zur Strecke gebracht! Und selbst mein Tod oder der Tod von diesem ganzen verfluchten System bedeutet rein gar nichts. Unsere Leben sind ohne Zahl. Dieser Sektor wird überrannt werden. Nicht nur wir werden kommen, sondern auch der Adeptus Astartes und auch wenn sie scheitern, wird euch die gewaltige Schwarmflotte die von Calderis auf dem Weg hier her ist verschlingen… also mach schon und töte mich du Hundesohn!“, spie Brown in seinem letzten Aufbegehren.
„Ist das so?“ murmelte Hez’ron. „Ich werde dich nicht töten.“ So emotionslos er diese Worte aussprach, desto entschlossener und ansatzloser stieß er die fremdartige Aparatur durch Browns linkes Auge. Eine Welle nie gekannter Schmerzen überfiel ihn, denn er krümmte und schlug wild um sich, bis das giftige Sekret im Inneren der Waffe endlich seine Wirkung zeigte und ihn seines Bewusstseins beraubte.
„Du wirst mein neues Haustier…und dieses System mein neuer Garten.“, war das absolut letzte, dass Sergeant Brown vermutlich noch wahrnehmen konnte.
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Letzte Aufzeichnungen der Überwachungsservitoren vor ihrer Vernichtung auf Altiim vor etwa drei Monaten durch den taktischen Trupp Serphan der Eagle Warriors. Es konnte keine Leiche von Sergeant Brown gefunden werden. Sein momentaner Aufenthaltsort ist unbekannt.
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Am Rande der imperialen Welt, unweit des umstrittenen Systems um Calderis, der Heimat der in Ungnade gefallenen Blood Ravens kam es unlängst zu verstärkten Aktivitäten. Ein Arm der Schwarmflotte infiziert seit kurzem die wehrlosen Ausläufer dieses Systems, während im Herzen von Frostmond Gruftwelten zum Leben erwachen, derer sich die tapferen Space Marines und der gepanzerte Amboss des Imperators gleichermaßen zu erwehren versuchen. Unglücklicherweise haben auch andere, bösartigere Völker inzwischen ihr offenkundiges Interesse an Frostmond bekundet. Scharen der Eldar und ihrer blutrünstigen Vettern, sowie plündernde Orks und wahnsinnige Dämonen befallen die Planeten des Imperators mit einer blasphemischen Selbstsicherheit.
Werden ihre Taten ungesühnt bleiben?

_________________
"Für den Imperator zu sterben, ist besser als für sich selbst zu leben!"


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